„Contact Improvisation ermöglicht es, mit einer fremden Person zu tanzen, ohne vorher abzusprechen, wie es geht. Die eine Hälfte des Namens ist Improvisation. Es ist Bewegung ohne Ziel oder Planung. Das In-Berührung-Sein mit einem Partner, das Spüren beider physikalischer Gewichte und die Hingabe an die physikalischen Kräfte ermöglichen eine gegenseitige Freiheit zu einer körperlichen und geistigen Bewegung.“ (Steve Paxton)
Hier geht es direkt zu bewegten Bildern von Contact Improvisation
Und ganz unten auf dieser Seite gibt es ein paar ältere geteilte Tänze.
Contact Improvisation ist eine Tanzform, die Anfang der 1970er-Jahre in den USA von Steve Paxton entwickelt wurde. Sie entsteht aus dem Spiel mit der Schwerkraft, der Bewegung und der Berührung.
Im Contact Improvisation begegnen sich Körper, Gewicht und Bewegung. Wir lehnen uns aneinander, geben und nehmen Gewicht, rollen, fallen, balancieren und unterstützen uns. Dabei entsteht ein Tanz, der nicht festgelegt ist, sondern sich im Moment immer wieder neu entwickelt.
Die Kommunikation der Körper, die Dynamik des Augenblicks und die Überraschung führen zu immer neuen Bewegungsmöglichkeiten. Dabei können Wachheit, Präsenz und ein feines Gespür für den eigenen Körper entstehen.
Forschen, spüren und tanzen
In meinen Workshops und Fortbildungen erforschen und experimentieren wir mit den grundlegenden Elementen der Contact Improvisation: Rollen, Fallen, Lehnen, Unterstützen, Gewicht geben und nehmen, Balancieren, Springen, Fangen und Fliegen.
Wir beginnen mit dem eigenen Körper und dem Boden als unserem ersten und verlässlichen Tanzpartner. Von dort aus entwickeln sich Begegnungen zu zweit, zu dritt und in der ganzen Gruppe.
Körperarbeit und das Einbeziehen aller Sinne helfen dabei, anzukommen, den eigenen Körper zu spüren und die Aufmerksamkeit nach innen und außen zu richten. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen Qualitäten von Berührung, Körperspannung, Gewicht und Balance und entdecken unseren eigenen und den gemeinsamen Bewegungsfluss.
Dabei interessiert mich besonders, wie sich unser Körper in der Bewegung organisiert – im Kontakt mit anderen und im Spiel mit der Schwerkraft.
„As a basic focus, the dancers remain in physical touch, mutually supportive and innovative, meditating upon the physical laws relating to their masses: gravity, momentum, inertia and friction. They do not strive to achieve results but rather, to meet the constantly changing physical reality with appropriate placement and energy.“ (Steve Paxton)
Mit Leichtigkeit und Präsenz
Die Prinzipien der Alexander-Technik fließen in meine Arbeit ein. Sie können uns dabei unterstützen, unnötige Anspannung loszulassen, durchlässiger zu werden und kraftvolle Bewegungen mit mehr Leichtigkeit und weniger Anstrengung zu erleben.
Mir ist wichtig, Raum für Neugier und Experimentierfreude zu schaffen. Wir dürfen ausprobieren, forschen, uns überraschen lassen und dabei Leichtigkeit und Tiefe erfahren – allein, zu zweit und gemeinsam in der Gruppe.
Underscorejams
Durch die vielen Fortbildungen mit Nancy Stark Smith (auf die der Underscore zurück geht) und langjährige underscore peer groups ist mein eigenes Tanzen und mein Unterricht sehr geprägt von der Struktur des Underscores. Ich biete in der Regel einmal im Monat eine Underscorejam an.
Der Underscore unterstützt uns in ein fokussiertes Contact tanzen und Improvisieren zu kommen über ein feines Einstimmen mit sich selbst, dem Raum und anderen bis hin zum gemeinsamen Gestalten in der ganzen Gruppe und beinhaltet u.a., dass wir gemeinsam beginnen und enden. Hier gibt es ein paar mehr Infos dazu.
Für wen?
Meine Workshops und Fortbildungen beinhalten Bewegungsforschen in Berührung, Koordinations- und Wahrnehmungstraining und einen somatischen Zugang zu Bewegung und Tanz und eignen sich insbesondere für Lehrer:innen und Berater:innen in den Bereichen Sport, Bewegung, Gesundheitsförderung, sowie praktizierten künstlerischen Berufen.
Meine Workshops und Seminare dienen der Fortbildung und beruflichen Weiterbildung für Menschen aus gesundheitsfördernden, pädagogischen, therapeutischen, medizinischen, beratenden und künstlerischen Berufen.
Meine Quellen und Inspirationen
Intensive Studien mit Nancy Stark Smith, die massgeblich an der Weiterentwicklung von CI beteilgt war, viele Workshops mit Kirstie Simson, Dani Lepkoff, Scott Wells, in jüngerer Zeit bin ich inspiriert von der Arbeit und den Tänzen mit Jörg Hassmann, Nina Wehnert, Yaniv Mintzer, Friederike Tröscher, Christine Mauch u.v.m, viele Contact Jams und Festivals, Alexander-Technik, Body-Mind Centering, meine langjährige Praxis in Authentic Movement, erfahrbare Anatomie, Yoga, Meditation, meine Lust am Forschen und Verstehen und Vermitteln, der Kontakt mit Menschen, meine Freude am Bewegen…
Die Teilnahme an den Kursen und den Workshops geschieht auf eigenes Risiko. Die Lehrerin kann nicht für Schäden oder Verletzungen verantwortlich oder haftbar gemacht werden.
In den letzten Jahren tanze ich viel mit Jörg Hassmann und hier gibt es ein paar ältere Ausschnitte von uns. Wir tanzen nicht nur, wir unterrichten auch zusammen.
Hier ist ein erstes Video von uns beiden beim Moving Body in Berlin 2016, eingefangen von einem Smartphone am Ende eines langen Workshoptages:
Und hier zwei weitere Videos aus unserer gemeinsamen Tanzforschungszeit in Berlin, Januar 2017