Neuer Tanz – Contact Improvisation

„Contact Improvisation ermöglicht es, mit einer fremden Person zu tanzen, ohne vorher abzusprechen, wie es geht. Die eine Hälfte des Namens ist Improvisation. Es ist Bewegung ohne Ziel oder Planung. Das In-Berührung-Sein mit einem Partner, das Spüren beider physikalischer Gewichte und die Hingabe an die physikalischen Kräfte ermöglichen eine gegenseitige Freiheit zu einer körperlichen und geistigen Bewegung.“ (Steve Paxton)

Contact Improvisation ist eine Tanzform, die Anfang der © Patrick Beelaert - 3 (1) 470er Jahre in den USA von Steve Paxton entwickelt wurde. Sie improvisiert im Spiel mit der Schwerkraft und anderen physikalischen Kräften mit Dynamiken von Bewegung und Berührung. Aus der Kommunikation der Körper, der Dynamik des Augenblicks und der Überraschung entsteht ein Tanz, der in jedem Moment neu kreiert wird.

Dadurch entfalten sich neue und vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, Wachheit und Präsenz entstehen.

Basiselemente sind Rollen, Fallen, Lehnen, Unterstützen, Gewicht geben und nehmen, Verweilen, Führen und Folgen, Balancieren, Springen, Fangen und Fliegen.

„As a basic focus, the dancers remain in physical touch, mutually supportive and innovative, meditating upon the physical laws relating to their masses: gravity, momentum, inertia and friction. They do not strive to achieve results but rather, to meet the constantly changing physical reality with appropriate placement and energy.“ (Steve Paxton)

In meinen Kursen biete ich ein Forschen und Experimentieren mit den Basiselementen an, um sie dann im freien Tanzen auszuprobieren und zu integrieren. Das Tanzen alleine mit dem Boden als erstem und konstantem Partner bildet die Grundlage für Duette, Trios und Gruppenimprovisationen. Körperarbeit und die Integration aller Sinne unterstützen das Ankommen im Spüren. Die Wahrnehmung und der Kontakt zu sich selbst, nach innen, sowie Wachheit und Präsenz nach außen werden eröffnet.

Bildschirmfoto 2017-01-31 um 20.05.46Wir widmen uns den unterschiedlichen Qualitäten von Berührung, Körperspannung, Gewicht und Balance und kommen in Kontakt mit dem eigenen und dem gemeinsamen Bewegungsfluss. Mein Interesse dabei ist, wie sich unser Körper in der Bewegung, im Kontakt und in Bezug zur Schwerkraft organisiert.

Ich integriere die Prinzipien der Alexander-Technik, die uns unterstützen, Durchlässigkeit zu finden und mit weniger Anstrengung kraftvolle und entspannte Tänze zu erleben.

Mein Interesse ist, Experimentierfreude zu wecken und dabei Leichtigkeit und Tiefe zu erleben – allein, zu zweit und in der ganzen Gruppe.

Meine Quellen und Inspirationen: intensive Studien mit Nancy Stark Smith, die massgeblich an der Weiterentwicklung von CI beteilgt war und ist, Workshops mit Kirstie Simson, Dani Lepkoff, Scott Wells, in jüngerer Zeit bin ich inspiriert von der Arbeit mit Jörg Haßmann, Nina Wehnert, Yaniv Mintzer, Friederike Tröscher u.v.m, viele Contact Jams und Festivals, Alexander-Technik, Body-Mind Centering, meine langjährige Praxis in Authentic Movement, erfahrbare Anatomie, Yoga, Meditation, meine Lust am Forschen und Verstehen und Vermitteln, der Kontakt mit Menschen, meine Freude am Bewegen….

Die Teilnahme an den Kursen und den Workshops geschieht auf eigenes Risiko. Die Lehrerin kann nicht für Schäden oder Verletzungen verantwortlich oder haftbar gemacht werden.

In den letzten Jahren habe ich einige Tänze mit Jörg Hassmann gehabt, hier ist ein erstes Video von uns  beiden beim Moving Body in Berlin 2016, eingefangen von einem Smartphone am Ende eines langen Workshoptages:

Und hier zwei weitere Videos aus unserer gemeinsamen Tanzforschungszeit in Berlin, Januar 2017